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VW-Rückruf: ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz und Cupra Born nur bis 80 %
Wegen fehlerhafter Batteriezellen ruft VW fast 72.700 E-Autos zurück, rund 10.000 davon in Deutschland. Bis zur Prüfung gilt eine Ladegrenze von 80 Prozent.
Ladebilanz-Redaktion ·
Volkswagen ruft weltweit fast 72.700 Elektroautos wegen fehlerhafter Batteriezellen zurück, in Deutschland sind es nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) rund 10.000. Betroffen sind bestimmte VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born. Bis die Batterie in der Werkstatt geprüft ist, sollen Halter höchstens bis 80 Prozent laden.
Welche Autos betroffen sind
Das KBA führt drei Rückrufe mit den Referenznummern 17137R, 17101R und 17103R:
- VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz, gebaut vom 13.07.2022 bis 06.06.2025 (Herstellercode 93MF)
- VW ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz, gebaut vom 18.09.2023 bis 27.06.2025 (Herstellercode 93MV)
- Cupra Born, gebaut von September 2022 bis Mai 2024 (Herstellercode 93W4)
Nicht jedes Fahrzeug aus diesen Zeiträumen ist betroffen, sondern nur bestimmte Chargen. Laut VW erfüllen einzelne Hochvoltzellen wegen Fertigungsfehlern bei Zulieferern die Qualitätsanforderungen nicht. In seltenen Fällen könne das zu einer erhöhten thermischen Belastung führen, im Extremfall zu einem Brand. Dem KBA sind bisher keine Sach- oder Personenschäden bekannt.
Was Halter jetzt tun sollten
Betroffene Halter bekommen einen Brief. Bis zur Prüfung in einer Vertragswerkstatt gilt: höchstens bis 80 Prozent laden. Wo es technisch geht, begrenzt das Auto den Ladestand selbst per Software-Update. Die Grenze wird erst aufgehoben, wenn die Batterie als in Ordnung bewertet ist. Ob Module getauscht werden müssen oder ein Software-Update reicht, ist nach Angaben eines VW-Sprechers noch offen.
Wer unsicher ist, ob sein Auto dazugehört, kann die Fahrzeug-Identifizierungsnummer bei einer VW- oder Cupra-Werkstatt prüfen lassen.
Was das für Gebrauchtkäufer heißt
Wer gerade einen gebrauchten ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz oder Cupra Born aus den genannten Baujahren kaufen will, sollte vor dem Kauf klären, ob der Rückruf das Auto betrifft und ob die Prüfung schon erledigt ist. Bis dahin steht im Alltag nur ein Teil der Akkukapazität zur Verfügung. Worauf es beim Akku eines gebrauchten E-Autos sonst ankommt, steht in unserem Ratgeber Gebrauchtes E-Auto kaufen: Akku prüfen.
Der Status aller drei Rückrufe lautet beim KBA derzeit „In Untersuchung“. Eine endgültige Abhilfe hat Volkswagen noch nicht genannt.