Ladebilanz

Autostrom 2026: welcher Stromtarif fürs E-Auto passt

Zu Hause laden ist die größte Stellschraube bei den Kosten. Es gibt drei Wege: den normalen Haushaltstarif, einen eigenen Autostromtarif über einen zweiten Zähler, oder einen dynamischen Tarif, der sich nach dem Börsenpreis richtet.

Fester Haushaltstarif

Ein Preis pro kWh, rund um die Uhr. Einfach und ohne Technik. Im Schnitt 2026 etwa 37 ct/kWh (BDEW), günstige Neukundentarife liegen deutlich darunter. Lohnt sich vor allem, wenn du den Tarif regelmäßig wechselst.

Mit § 14a und eigenem Zähler

Lässt du die Wallbox vom Netzbetreiber steuern, sinkt das Netzentgelt. Mit separatem Zähler (Modul 2) sogar um 60 % auf jede kWh fürs Auto. Was das bei deinem Netzbetreiber bringt

Dynamischer Tarif

Der Preis ändert sich stündlich oder viertelstündlich mit der Strombörse. Nachts und bei viel Wind oder Sonne ist er oft niedrig. Du brauchst einen Smart Meter und eine Wallbox oder ein Auto, das zur günstigen Zeit lädt.

Was Anbieter selbst angeben

AnbieterWas auf der Seite steht
Octopus IntelligentLaden zum Sonderpreis von 12 ct/kWh in den Stunden, die Octopus für das Auto steuert (SmartConnect-Bonus). Funktioniert mit kompatiblen Autos oder Wallboxen.
TibberBörsenpreis plus Aufschläge, 5,99 € Grundgebühr im Monat.
RabotDynamischer Tarif, 4,99 € Servicegebühr im Monat. Smart Meter 30 € im Jahr, mit § 14a 50 €. Als Beispielpreis mit § 14a nennt Rabot 17,7 ct/kWh.

Abgelesen am 19.10.2026. Die Arbeitspreise hängen von der Postleitzahl ab und sind deshalb hier nicht verglichen. Gib deine PLZ beim Anbieter ein.

Für wen was passt

Wenig fahren, kein Smart Meter
Fester Tarif, einmal im Jahr wechseln.
Neue Wallbox
Sie muss ohnehin steuerbar sein. Den § 14a-Rabatt solltest du immer mitnehmen. Wallboxen mit § 14a
Auto steht oft zu Hause
Ein dynamischer Tarif kann sich lohnen, wenn das Auto automatisch in den günstigen Stunden lädt. Die liegen inzwischen meist mittags, nachts ist Börsenstrom im Schnitt kaum günstiger. Teuer werden kann er, wenn du oft abends zur Spitzenzeit laden musst. Auswertung aller Börsenpreise

Was 100 km mit deinem Strompreis kosten, zeigt der Ladekosten-Rechner.

Häufige Fragen

Welcher Stromtarif passt fürs E-Auto?

Es gibt drei Wege: den normalen Haushaltstarif, einen eigenen Autostromtarif über einen zweiten Zähler mit § 14a oder einen dynamischen Tarif nach Börsenpreis. Wer wenig fährt und keinen Smart Meter hat, nimmt einen festen Tarif und wechselt einmal im Jahr; steht das Auto oft zu Hause und lädt automatisch in den günstigen Stunden, kann sich ein dynamischer Tarif lohnen.

Was spart § 14a beim Laden zu Hause?

Lässt du die Wallbox vom Netzbetreiber steuern, sinkt das Netzentgelt. Mit separatem Zähler (Modul 2) sinkt es um 60 % auf jede kWh fürs Auto; wie viel das in Euro ist, hängt von deinem Netzbetreiber ab.

Was brauche ich für einen dynamischen Stromtarif?

Einen Smart Meter und eine Wallbox oder ein Auto, das zur günstigen Zeit lädt. Der Preis ändert sich stündlich oder viertelstündlich mit der Strombörse.

Wann ist Laden mit dynamischem Tarif am günstigsten?

Die günstigen Stunden liegen inzwischen meist mittags, nachts ist Börsenstrom im Schnitt kaum günstiger. Teuer werden kann ein dynamischer Tarif, wenn du oft abends zur Spitzenzeit laden musst.

Was kosten Octopus, Tibber und Rabot fürs E-Auto?

Laut den Anbieterseiten (abgelesen am 19.10.2026) nennt Octopus Intelligent 12 ct/kWh in den Stunden, in denen Octopus das Auto steuert. Tibber verlangt Börsenpreis plus Aufschläge und 5,99 € Grundgebühr im Monat, Rabot 4,99 € Servicegebühr im Monat. Die Arbeitspreise hängen von der Postleitzahl ab.