Förderung
E-Auto-Förderung 2027: Geld reicht laut Umweltminister weiter
Die E-Auto-Prämie von bis zu 6.000 Euro soll laut Bundesumweltminister auch 2027 reichen. Bis 1. Oktober zahlte das BAFA 432 Mio. Euro aus.
Ladebilanz-Redaktion ·
Das Geld für die staatliche Kaufprämie für neue Elektroautos reicht nach Aussage des Bundesumweltministers auch für das Jahr 2027. Wer die Bedingungen erfüllt, müsse sich auch mit Blick auf das kommende Jahr keine Sorgen um die Mittel machen, sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“, über das am 22. Oktober 2026 mehrere Fachmedien berichteten. Kurzfristige Änderungen am Programm seien derzeit nicht vorgesehen.
Wie viel Geld schon geflossen ist
Für die Förderung stehen insgesamt 3 Milliarden Euro bereit, nach früheren Angaben der Bundesregierung genug für rund 800.000 Autos in den Jahren 2026 bis 2029. Zum Stichtag 1. Oktober zählte das BAFA 97.790 bewilligte Anträge, am 5. Oktober meldete das Ministerium die Marke von 100.000. Ausgezahlt waren bis 1. Oktober laut der BAFA-Statistik 432 Millionen Euro, im Schnitt 4.418 Euro je Haushalt. 91,6 Prozent der Bewilligungen entfielen auf reine Elektroautos. 52,3 Prozent der Antragsteller liegen in der untersten Stufe mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 45.000 Euro.
Was das für Käufer bedeutet
An den Beträgen ändert sich nichts. Reine Elektroautos und Brennstoffzellenautos bekommen je nach Einkommen und Kinderzahl 3.000 bis 6.000 Euro, Plug-in-Hybride und Range Extender 1.500 bis 4.500 Euro. Für die Planung ins nächste Jahr wichtig: Plug-in-Hybride sind laut Richtlinie nur bis zur Erstzulassung am 30. Juni 2027 förderfähig, reine Elektroautos bis Ende 2029. Der Antrag geht nach der Zulassung an das BAFA, spätestens zwölf Monate danach. Einen Rechtsanspruch gibt es weiterhin nicht. Wie viel im eigenen Fall drin ist, zeigt der Förder-Check zur E-Auto-Förderung.
Was noch offen ist
Die Koalition hat sich laut dem Minister auf europäische Wertschöpfungskriterien verständigt. Sie sollen ins laufende Programm übernommen werden, sobald eine mit dem EU-Recht vereinbare Regel ausgearbeitet ist. Einen Zeitplan und Details hat das Ministerium nicht genannt, welche Modelle dann betroffen wären, ist damit offen. Eine Einschränkung für in China gebaute Autos ist vorerst nicht geplant. Der Anteil chinesischer Hersteller an den geförderten Autos liegt je nach Zählweise bei 9 bis 17 Prozent, abhängig davon, ob Gemeinschaftsunternehmen mitgezählt werden.
Sobald absehbar ist, wann die Mittel ausgeschöpft sind, will das Ministerium nach eigener Aussage frühzeitig informieren.