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Strompreis 2027: Umlagen steigen um 0,675 Cent je Kilowattstunde

KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und Aufschlag für besondere Netznutzung kosten 2027 zusammen 3,621 Cent je kWh netto, nach 2,946 Cent in 2026.

Ladebilanz-Redaktion ·

Strompreis 2027: Umlagen steigen um 0,675 Cent je Kilowattstunde

Strom wird 2027 bei den gesetzlichen Umlagen teurer. Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben auf ihrer gemeinsamen Plattform Netztransparenz.de die Werte für das kommende Jahr veröffentlicht, wie gesetzlich bis zum 25. Oktober vorgeschrieben. KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und der Aufschlag für besondere Netznutzung summieren sich 2027 auf 3,621 Cent je Kilowattstunde. 2026 waren es 2,946 Cent. Das Plus beträgt 0,675 Cent, jeweils ohne Mehrwertsteuer.

Was sich ändert

Den größten Sprung macht der Aufschlag für besondere Netznutzung, früher § 19 StromNEV-Umlage. Er steigt von 1,559 auf 2,027 Cent. Dieser Wert gilt für Verbrauch bis zu einer Gigawattstunde im Jahr und damit für Haushalte. Mit dem Aufschlag werden Netzentgelt-Rabatte für bestimmte Großverbraucher auf alle übrigen Stromkunden umgelegt.

Die Offshore-Netzumlage, mit der die Anbindung von Windparks auf See bezahlt wird, klettert von 0,941 auf 1,143 Cent. Die KWKG-Umlage zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung bleibt fast gleich: 0,451 nach 0,446 Cent.

Was das für E-Auto-Fahrer bedeutet

Die Umlagen sind bundesweit gleich und fallen auf jede Kilowattstunde an, auch auf den Strom für die Wallbox. Mit 19 Prozent Mehrwertsteuer sind es gut 0,80 Cent mehr je Kilowattstunde. Wer im Jahr 1.000 Kilowattstunden lädt, zahlt dafür rund 8 Euro mehr. Ob und wann ein Stromanbieter die höheren Umlagen an seine Kunden weitergibt, ist offen.

Was Laden zu Hause heute kostet, zeigt die Seite zum Strompreis fürs E-Auto. Alle bekannten Änderungen für das kommende Jahr, mit Status und Quelle, stehen in der Übersicht Was sich 2027 für E-Auto-Fahrer ändert.

Was noch offen ist

Die Umlagen sind nur ein Teil der Rechnung. Das Übertragungsnetzentgelt soll laut vorläufigen Angaben der Netzbetreiber von 2,86 auf 3,54 Cent steigen. Eingerechnet ist dort ein Bundeszuschuss von rund 5,5 Milliarden Euro, über den der Bundestag am 8. Oktober erst in erster Lesung beraten hat. Ein Beschluss steht aus. Auch die angekündigte Senkung der Stromsteuer für alle Haushalte ist nicht beschlossen. Die regionalen Netzentgelte für 2027 sind meist noch vorläufig. Wie hoch der Strompreis 2027 unterm Strich ausfällt, lässt sich deshalb noch nicht sagen.

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